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Enterprise Adaptive Resilience Navigator®

Krisenmanagement für Unternehmen

EARN Logo (Enterprise Adaptive Resilience Navigator)
Besser entscheiden in der Krise

Entscheiden können unter Druck und in Unsicherheit.
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EARN® ist die Methodenkompetenz für Krisenmanagement für Unternehmen.

Artikel Krisenmanagement ist lernbar, Swiss Engineering STZ 5/2026, erste Seite
ERSCHIENEN IN SWISS ENGINEERING STZ 5/2026

Krisenmanagement ist lernbar

Der Fachartikel stellt EARN als zivile Methode für das Krisenmanagement in Unternehmen vor. Das vollständige Modell ist auf Zenodo offen publiziert und für die Eigennutzung lizenzfrei.

KRISEN ÜBERFORDERN BESTEHENDE FÜHRUNGS- UND ORDNUNGSRAHMEN

Wenn ein Ereignis bestehende Führungs- und Ordnungsrahmen überfordert, verlieren Unternehmen ihre Fähigkeit, wirksam zu entscheiden und zu handeln

Zwischen Notfallmanagement, militärischer Führungslogik und ziviler Strategieentwicklung besteht eine Lücke

Einordnung der Modelle

Komplexität / Ausprägung

Strategische
Planung

Situativ
Ganzheitlich

Einordnung der Krisenmanagement-Modelle nach Komplexität und Reaktionsgeschwindigkeit: Notfallmanagement (FOR-DEC, OODA), Krisenmanagement (EARN, MDMP, 5+2) und strategische Unternehmensplanung

- MDMP (US Armee)

- 5+2 (Schweizer Armee)​

Strategische

Unternehmens-

Planung

Krisen-management

Notfall-management

Situativ
Lokal

Unmittelbar
Kurz

Verzögert
Lang

Geplant
Lang

Für Notfallmanagement, militärische Führungsarbeit und strategische Unternehmensentwicklung bestehen etablierte Modelle.

Für unternehmerisches Krisenmanagement besteht jedoch bisher kein eigenständiger, einfach anwendbarer Führungsrahmen, der Entscheidung und Umsetzung unter Unsicherheit verbindet.

Reaktionsgeschwindigkeit / Dauer

In der Praxis werden für Krisenmanagement häufig Modelle aus dem Notfallmanagement verwendet. Diese sind für unmittelbare Reaktion ausgelegt, nicht für unternehmerische Entscheidungen unter Unsicherheit.

Denkmodelle für den Notfall

Diese Denkmodelle strukturieren Entscheide bei der unmittelbaren Reaktion auf ein akutes Ereignis, um Menschen, Umwelt und Sachwerte zu schützen und die Lage zu stabilisieren

Beispiele

FOR-DEC

FOR-DEC ist ein aus der zivilen Luftfahrt stammendes Denkmodell.

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Es dient im Notfall und unter Zeitdruck als mentaler Orientierungsrahmen.

Zwei Piloten bewältigen im Cockpit einen Notfall mit dem Notfallmodell FOR-DEC

Piloten arbeiten mit FOR-DEC an einem Notfall

OODA

OODA ist ein aus der militärischen Luftfahrt stammendes Entscheidungsmodell.

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Es hilft in neuen und sich rasch ändernden Situationen schneller zu entscheiden. 

Kampfpilot im Cockpit eines Kampfjets im Luftkampf, Beispiel für das Entscheidungsmodell OODA

Pilot mit OODA in einem Dogfight

Notfallpläne und -verfahren helfen, einzelne, in sich geschlossene Ereignisse schnell zu bewältigen. Sie reichen jedoch nicht aus, wenn ein Ereignis weitere Folgen auslöst, die ausserhalb des vorbereiteten Handlungsrahmens liegen.

Militärische Führungsmodelle

Militärische Führungsmodelle sind darauf ausgelegt, unter Druck und in Unsicherheit handlungs- und entscheidungsfähig zu bleiben

Militärische Führungslogik

MDMP (Military Decision Making Process) der US Armee: Prozessschritte mit Rollen von Kommandant und Stab

Eigenschaften militärischer Modelle:

  • Handlungs- und entscheidungsfähig in jeder Lage

  • Klare Schnittstellen mit Partnern

  • Für Entscheide unter Druck sowie in unklaren Situationen hervorragend geeignet.

  • Benötigen sehr viel Ausbildung

  • Sind über Organisationen hinweg anschlussfähig

  • Sind inhaltlich sowie sprachlich starr​

  • Nutzen Elemente, welche Unternehmen nicht zur Verfügung stehen

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MDMP der US Armee

Der Transfer eines militärischen Prozessmodells in ein Unternehmen ist aufgrund unterschiedlicher Sprache, Strukturen, Verantwortlichkeiten und Kontexte ausserordentlich schwierig. Zudem können Unternehmen meist nicht dieselbe Ausbildungsintensität gewährleisten wie militärische Organisationen.

Krisenmanagement für Unternehmen

Unternehmen benötigen für die Bewältigung von Krisen eine Methode, welche einfach zu erlernen ist und ihre Sprache spricht

Enterprise Adaptive Resilience Navigator (EARN)

EARN ist eine Methode für Krisenmanagement in Unternehmen. Entstanden aus militärischen Führungsprozessen, adaptiert für Unternehmen.

Die Methode EARN: Einfache Strukturen sowie klare und intuitive Prozesse

EARN-Kernprozess für Krisenmanagement in Unternehmen: Alarmieren (Ereignis erkennen), Verstehen (Team bilden und Rollen festlegen, Situation erfassen, Lage beurteilen), Entscheiden (Optionen bewerten, Entscheide treffen), Umsetzen (Umsetzung steuern), mit den Querschnittssträngen Zeitplanung, Sofortmassnahmen und Lageentwicklung

Erst-Massnahmen

Zeitplanung sicherstellen

Sofortmassnahmen steuern

Lageentwicklung verfolgen

Team bilden und Rollen festlegen

Lage

beurteilen

Optionen

bewerten

Entscheide

treffen

Umsetzung

steuern

Alarmieren

Verstehen

Entscheiden

Umsetzen

© Desisera GmbH, www.desisera.ch

Ereignis erkennen

Situation erfassen

Enterprise Adaptive Resilience Navigator (EARN)

EARN ist einfach, verständlich und gut vermittelbar

EARN befähigt Krisenstäbe

EARN macht Krisenmanagement erlernbar und stärkt damit die Resilienz in Unternehmen

Notfallpläne setzen vorbereitete Reaktionen voraus

 

​Ereignisbezogene Notfallpläne und -verfahren benötigen wenig Ausbildung, setzen aber voraus, dass alle möglichen Ereignisse und Reaktionen vorbereitet und regelmässig gedrillt werden.​

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Krisenmanagement ist als strategische Aufgabe auf der Ebene Unternehmensführung angesiedelt. Diese Ebene ist durch bestehende Aufgaben und Verantwortungen bereits sehr stark absorbiert.

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Die Vorbereitung und das regelmässige Trainieren von Reaktionen auf unterschiedliche Ereignisse lassen sich daher kaum mit der bereits vollen Agenda einer Unternehmensführung vereinbaren.

​​EARN macht Krisenmanagement als Methodenkompetenz erlernbar

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EARN macht Krisenmanagement als Methodenkompetenz erlernbar und bietet einen intuitiven, strukturierten Prozess für Entscheide unter Druck.​

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EARN verbindet Anforderungen aus Business Continuity (ISO 22301), Notfall- und Ereignismanagement (ISO 22320) sowie Krisenmanagement (ISO 22361) durch eine gemeinsame Führungs- und Entscheidungsmethodik.​

 

In der Krise führen das Prozessmodell und die vorbereiteten Templates den Krisenstab durch den Prozess.

EARN ist adaptiv und nutzt die Sprache, Mittel und Möglichkeiten des jeweiligen Unternehmens.

 

Bereits mit einem Tag Ausbildung können die Grundlagen der Prozessmethodik, immer wieder abrufbar, vermittelt werden.

Selbst wenn man nur einmal im Jahr übt, ist der Krisenstab im Ernstfall rasch in der Lage, strukturiert zu arbeiten.​

 

EARN reduziert die Abhängigkeit von individueller Erfahrung und funktioniert auch, wenn das "Naturtalent" im Urlaub ist.

​Mit EARN lernt man nicht Wörter, sondern das Verständnis für ganzheitliches Krisenmanagement.

Gemeinsam besser entscheiden mit EARN

Krisenmanagement mit EARN ist Führungsarbeit im Team

Krisenstab bei der Lagebeurteilung während eines EARN-Trainings

EARN steht dabei für:

  • Struktur ohne Starrheit

  • Führung ohne Autoritarismus

  • Teamorientierung ohne Chaos

  • Tempo ohne Hektik

  • Sicherheit in der Handlung​

Der Krisenstab bei der Lagebeurteilung

Der Weg zu EARN

Alles hat eine Geschichte - auch EARN

Nachdem ich über die Jahre mehrere Krisentrainings in verschiedenen Unternehmen nach dem militärischen 5+2-Modell absolviert habe, stellte ich ernüchternd fest, dass die Implementierung der Ausbildung im letzten Unternehmen ausserordentlich schwierig war. Das erste Training habe ich als Teilnehmer im Rahmen einer Krisenausbildung einer kritischen Infrastruktur absolviert. Das Unternehmen verfügte über einen professionellen, stehenden Krisenstab und ist mit dem 5+2 sehr gut klargekommen. Das zweite 5+2-Training habe ich im Rahmen meiner Tätigkeit im Umfeld von Cyber Defense in der Armee mitorganisiert. Diese Ausbildung war für eine departementsübergreifende Gruppe ohne den Anspruch einer anschliessenden Implementierung. Die dritte und vierte Ausbildung mit 5+2 habe ich im Rahmen meiner Tätigkeit als CIO eines Industrieunternehmens organisiert.

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Als militärisch vorbelasteter Major musste ich konsterniert feststellen, dass eine offensichtliche Begriffs-Barriere bestand zwischen der militärischen Führungs-Doktrin und der Bereitschaft des Unternehmens, diese Doktrin zu lernen. Rasch musste ich lernen, dass das Unternehmen damit richtig lag, keine "Fremdsprache" für Krisenmanagement lernen zu wollen für eine "HILF-Situation", welche möglich ist, jedoch nicht häufig (HILF = High Impact, Low Frequency).

Ich musste erkennen, dass Teilnehmer des ersten Kurses am zweiten Kurs ein Jahr später nach den richtigen Begrifflichkeiten gesucht haben, da sie diese zwischen den Kursen nie brauchten und deshalb wieder vergessen haben.

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Es wurde mir klar, dass dies immer so sein wird. Wenn man eine Sprache nicht braucht, verlernt man sie.

Ich suchte deshalb nach einem Krisenmodell für Unternehmen, welches die Sprache der Industrie und Wirtschaft spricht. Ich habe jedoch kein unternehmenstaugliches Führungsmodell gefunden. Denkmodelle wie FOR-DEC oder OODA unterstützen einzelne Entscheide, sind aber nicht auf die Führung einer Krisenorganisation ausgelegt.

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Als CIO mit knapp 25 Jahren Berufserfahrung in der Industrie und in kritischen Infrastrukturen und rund 1'000 Diensttagen in der Schweizer Armee, zuletzt als Major im Umfeld von Cyber Defense, habe ich einige Krisen miterlebt. Der Entscheid ist somit rasch gefallen, zumal in einer globalisierten und digital fragmentierten Prozesswelt Krisenmanagement auch für Unternehmen eine zwingende Notwendigkeit ist. Mit meinem Verständnis der militärischen Führungsprozesse und meinem Wissen über die unternehmerischen Möglichkeiten habe ich begonnen, EARN zu entwickeln.

 

Dabei habe ich entschieden, die Texte und Abbildungen zum Modell unter der Lizenz CC BY 4.0 freizugeben, auch für kommerzielle Zwecke. Dies, damit Unternehmen die Möglichkeit erhalten, mit professionellen Methoden Krisen besser bewältigen zu können. Die Markenrechte an EARN® bleiben vorbehalten (Lizenz&Nutzung). Der Fachbeitrag ist auf Zenodo publiziert (DOI 10.5281/zenodo.22864422). Über mein Unternehmen Desisera GmbH befähige ich heute Unternehmen in der Nutzung der Methodik, biete realitätsnahe "Walk-Throughs" für Krisenstäbe an und vergebe Lizenzen für Schulungen und Zertifizierungen unter dem Namen EARN®.

KONTAKT
Andy Mühlheim
info@desisera.ch
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Betreiberin: DESISERA GmbH · Lindenweg 1 · 5235 Rüfenach AG · Schweiz

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EARN® und Enterprise Adaptive Resilience Navigator® sind eingetragene Marken
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